Zukünftige Transporte

Ziel Zwischenlager

Im Jahr 2015 hat das Bundesumweltministerium ein Konzept für die Rückführung der noch im Ausland lagernden Wiederaufarbeitungsabfälle vorgelegt. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung vor. Mit breitem politischen Konsens von Bundesregierung und allen beteiligten Landesregierungen sowie den Kernraftwerksbetreibern als Abfallverursachern wurden vier Standorte für die Zwischenlagerung der zurückzuführenden Abfälle festgelegt: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg.  Weitere Informationen zur Wahl der Zwischenlagerstandorte von der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH.

Zu den vier Transporten:

Aus Sellafield/England:

Aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente in Sellafield/England müssen insgesamt 20 Behälter vom Typ CASTOR® HAW28M  mit hochradioaktiven Abfällen nach Deutschland zurückgebracht werden. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel geschieht dies aufgeteilt auf drei Transporte.

  • Der erste Transport  mit sechs Behältern und dem Ziel Bundeszwischenlager Biblis wurde im Oktober/November 2020 durchgeführt.
  • Die beiden weiteren Transporte aus Sellafield umfassen jeweils sieben Behälter und gehen an die Zwischenlagerstandorte Brokdorf und Isar. Die Reihenfolge dieser beiden Transporte steht noch nicht fest, ebenso sind noch keine Transportezeitfenster fixiert. Die Beförderungsgenehmigungen hierfür sind noch nicht beantragt.

Aus La Hague/Frankreich:

Zusätzlich zu den bereits vollständig nach Deutschland zurückgeführten hochradioaktiven Wiederaufarbeitungsabfällen sind in Frankreich außerdem auch mittelradioaktive Abfälle bei der Wiederaufarbeitung deutscher Brennlemente angefallen, die ebenfalls zurückgeführt werden müssen. Im Juni 2021 haben sich Deutschland und Frankreich geeignet, anstelle dieser mittelradioaktiven Abfälle eine vergleichbare Menge an Radioaktivität in Form verglaster hochradioaktiver Abfälle zurückzuführen.

Hierfür sollen wiederum Großbehälter vom Typ CASTOR® HAW28M zum Einsatz kommen. Dies reduziert das Abfallvolumen erheblich und damit auch die Anzahl der notwendigen Behälter und Transporte. Diese Behälter sollen mit einem Transport nach Philippsburg gebracht und dort eingelagert werden. Auch für diesen Transport steht noch kein Zeitraum fest.